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Chirurgen in Deutschland finden

Operative Medizin – von der Wundversorgung bis zur Fach-OP

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Was ist ein Chirurg?

Der Chirurg deckt ein breites operatives Fachgebiet ab. Die klassische Fachbezeichnung „Chirurgie" wurde in Deutschland in mehrere Fachgebiete unterteilt: Allgemein- und Viszeralchirurgie (Bauchorgane), Gefäßchirurgie, Herzchirurgie, Thoraxchirurgie, Kinderchirurgie, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie Orthopädie und Unfallchirurgie. Niedergelassene Chirurgen führen ambulante Eingriffe durch und betreuen die Wund- und Nachsorge nach stationären Operationen.

Für Praxen mit Schwerpunkt Unfallchirurgie ist häufig die berufsgenossen­schaftliche Zulassung (D-Arzt-Verfahren) gegeben – dort werden Arbeitsunfälle behandelt. Ambulante Eingriffe reichen von kleineren Weichteil-Operationen über Hernien (Leistenbruch) bis zu Verletzungen von Sehnen, Bändern und kleineren Frakturen.

Wann sollten Sie einen Chirurg aufsuchen?

  • Unfallverletzungen, Wundversorgung
  • Ambulante Operationen (Muttermal-Entfernung, kleine Weichteil-Eingriffe)
  • Hernien (Leistenbruch, Nabelbruch)
  • Krampfadern (Varizen)
  • Präoperative Beratung und postoperative Nachsorge
  • Sportverletzungen
  • Verletzungen von Sehnen, Bändern, Nerven
  • Chronische Wunden (u.a. bei Diabetes)
  • Berufsgenossenschaftlich versicherte Arbeitsunfälle

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Häufige Fragen zu Chirurgen

Was ist der Unterschied zwischen Chirurg und Orthopäde?

Der Orthopäde konzentriert sich auf Erkrankungen des Bewegungsapparats – konservativ und operativ. Der (allgemeine) Chirurg deckt Weichteile, Bauchorgane, Wundversorgung und operative Eingriffe außerhalb des Bewegungs­apparats ab. Seit 2005 gibt es die gemeinsame Facharzt­bezeichnung „Orthopädie und Unfallchirurgie".

Kann eine OP ambulant durchgeführt werden?

Viele kleinere Eingriffe (Hautveränderungen, kleinere Weichteil-Operationen, Krampfadern, gewisse arthroskopische Eingriffe) werden ambulant durchgeführt. Die Entscheidung hängt vom Eingriff, dem Allgemeinzustand des Patienten und den häuslichen Bedingungen ab.

Was ist ein D-Arzt?

Der Durchgangsarzt (D-Arzt) ist ein von der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) besonders qualifizierter Chirurg oder Orthopäde. Bei Arbeitsunfällen und Wegeunfällen ist der Erstvorstellung beim D-Arzt vorgeschrieben.

Was ist eine Hernie (Leistenbruch)?

Eine Hernie ist eine Lücke in der Bauchwand, durch die Gewebe (meist Fett oder Darmschlingen) austreten kann. Leistenbrüche sind bei Männern häufiger und werden meist operativ verschlossen. Die OP ist gut planbar und wird oft ambulant durchgeführt.

Was tun bei einer akuten Wunde am Wochenende?

Kleine, oberflächliche Wunden können nach gründlicher Reinigung und Desinfektion selbst versorgt werden. Tiefe Schnitte, klaffende Wunden oder Wunden mit Fremdkörpern gehören in die Notaufnahme oder zum chirurgischen Notdienst. Bei Bisswunden oder unklarem Impfschutz gegen Tetanus zeitnah ärztliche Vorstellung.

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