Neurologen in Deutschland finden
Facharzt für Erkrankungen des Nervensystems
Was ist ein Neurologe?
Der Neurologe ist auf Erkrankungen des zentralen (Gehirn, Rückenmark) und peripheren Nervensystems sowie der Muskeln spezialisiert. Häufige Erkrankungsbilder sind Migräne und Spannungskopfschmerz, Bandscheibenvorfälle mit Nervenwurzel-Beteiligung, Polyneuropathien, Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson, Epilepsie sowie die Abklärung nach Schlaganfall.
Neurologische Diagnostik nutzt EEG (Elektroenzephalographie), ENG/EMG (Nerv- und Muskelfunktionsmessungen), Ultraschall der hirnversorgenden Gefäße, evozierte Potenziale sowie in Zusammenarbeit mit Radiologen MRT und CT. Bei akuten Symptomen wie plötzlicher Lähmung, Sprachstörung oder Sehstörung ist umgehend der Notruf 112 zu wählen – Verdacht auf Schlaganfall!
Wann sollten Sie einen Neurologe aufsuchen?
- Wiederkehrende Kopfschmerzen, Migräne
- Verdacht auf Multiple Sklerose (MS)
- Zittern, Bewegungsstörungen (Parkinson-Abklärung)
- Epileptische Anfälle
- Taubheit, Kribbeln oder Kraftverlust in Armen oder Beinen
- Schwindel neurologischer Ursache
- Nach Schlaganfall (Diagnostik und Nachsorge)
- Demenz-Abklärung
- Chronische Nervenschmerzen
Häufige Fragen zu Neurologen
›Wo liegt der Unterschied zwischen Neurologe und Psychiater?
Der Neurologe behandelt organische Erkrankungen des Nervensystems (z. B. Schlaganfall, MS, Parkinson, Epilepsie), der Psychiater primär psychische Erkrankungen (z. B. Depression, Schizophrenie, bipolare Störung). Beide Fachrichtungen überschneiden sich bei Themen wie Demenz oder somatoformen Störungen und arbeiten dort oft eng zusammen.
›Was ist ein EEG?
Das Elektroenzephalogramm (EEG) misst die elektrische Aktivität des Gehirns über Elektroden auf der Kopfhaut. Es ist die wichtigste Untersuchung bei Epilepsie-Verdacht, wird aber auch bei bestimmten Kopfschmerz- und Bewusstseinsstörungen eingesetzt.
›Sind alle Kopfschmerzen ein Fall für den Neurologen?
Nein. Alltägliche Kopfschmerzen kann meist der Hausarzt behandeln. Zum Neurologen sollten Sie bei starken, wiederkehrenden Migräne-Attacken, plötzlich auftretenden ungewohnten Kopfschmerzen, Kopfschmerzen mit neurologischen Ausfällen oder ausbleibender Besserung unter Standardtherapie.
›Bei welchen Symptomen sofort den Notruf 112?
Bei den FAST-Symptomen: F = Face (einseitige Gesichtslähmung), A = Arms (einseitige Armschwäche), S = Speech (Sprachstörung), T = Time (Zeit ist Hirn – sofort 112). Auch plötzliches Sehen von Doppelbildern oder starker Schwindel mit Erbrechen sind Alarmzeichen.
›Wie lange dauert es bis zu einem Neurologen-Termin?
Neurologische Praxen haben oft mehrere Wochen Wartezeit. Für dringliche Fragestellungen ist die Terminservicestelle 116 117 der schnellste Weg, für akute neurologische Symptome die Notaufnahme.
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Redaktioneller Hinweis
Der Ratgeber-Text auf dieser Seite ist redaktionell erstellt und ersetzt keine medizinische Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten Beschwerden wählen Sie 112.