Bluthochdruck: Welcher Arzt ist zuständig?
Bei Bluthochdruck ist der Hausarzt oder Kardiologe zuständig. Bluthochdruck bleibt oft lange symptomlos, ist aber ein zentraler Risikofaktor für Schlaganfall und Herzinfarkt – regelmäßige Kontrolle ist entscheidend.
Notfall-Check – wann 112 wählen?
112 rufen: Extreme Blutdruck-Werte (>230/120 mmHg) mit akuten Symptomen: Sehstörungen, Sprachstörung, Lähmung, starke Brustschmerzen – hypertensive Krise mit Endorgan-Schaden.
116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst): Wiederkehrend erhöhte Werte (z. B. 180/110) ohne Beschwerden außerhalb der Öffnungszeiten.
Auch bei „normalem" Blutdruck über 140/90 mmHg: nicht ignorieren, sondern gezielt abklären lassen. Blutdruck-Selbstmessung zu Hause hilft.
Hintergrund zu Bluthochdruck
Etwa 20–30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben Bluthochdruck (arterielle Hypertonie), viele davon unerkannt. Werte ab 140/90 mmHg gelten als behandlungsbedürftig. Symptome sind unspezifisch (Kopfschmerzen, Nasenbluten, Schwindel) oder fehlen ganz – deshalb der Beiname „stiller Killer". Konsequente Behandlung durch Lebensstil (Bewegung, Salzreduktion, Gewichtsabnahme) plus ggf. Medikamente reduziert das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt drastisch.
Welcher Arzt ist bei Bluthochdruck zuständig?
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Häufige Fragen zu Bluthochdruck
›Ab wann ist Blutdruck zu hoch?
In der Praxis gemessen: ab 140/90 mmHg gilt als Hypertonie. In der Selbstmessung zu Hause: ab 135/85 mmHg. Optimal: unter 120/80. Für Diabetiker und Patienten mit Nierenerkrankung gelten strengere Zielwerte.
›Kann man Bluthochdruck durch Lebensstil senken?
Ja, oft deutlich: 10 kg Gewichtsabnahme reduzieren den Blutdruck um durchschnittlich 5–20 mmHg. Weniger Salz (< 5 g/Tag): -2 bis -8 mmHg. Regelmäßiger Ausdauersport: -4 bis -9 mmHg. DASH-Diät (viel Obst, Gemüse, wenig Fett): -8 bis -14 mmHg. Bei manchen Patienten reicht das aus, um Medikamente zu vermeiden oder zu reduzieren.
›Muss ich Bluthochdruck-Medikamente lebenslang nehmen?
In den meisten Fällen ja. Bluthochdruck ist eine chronische Erkrankung. Bei erfolgreicher Lebensstil-Umstellung kann die Dosis reduziert oder in seltenen Fällen abgesetzt werden – aber nur nach ärztlicher Rücksprache und mit Verlaufskontrolle. Selbstständiges Absetzen ist gefährlich (Rebound-Krise).
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Redaktioneller Hinweis
Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr unter 116 117 erreichbar.