Herzstolpern und Herzrasen: Welcher Arzt ist zuständig?
Bei wiederkehrendem Herzstolpern oder Herzrasen ist der Kardiologe der Facharzt. Erste Einschätzung durch den Hausarzt mit EKG. Kombination mit Bewusstlosigkeit oder Brustschmerz: 112.
Notfall-Check – wann 112 wählen?
112 rufen: Herzrasen mit Bewusstseinsverlust, Brustschmerz, starker Atemnot oder Kollaps.
116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst): Anhaltend schnellem Herzschlag (>150/Min) ohne Notfall-Zeichen außerhalb der Öffnungszeiten.
Vorhofflimmern erhöht das Schlaganfall-Risiko um Faktor 5 – deshalb wichtig, es zu erkennen und ggf. mit Blutverdünner zu behandeln.
Hintergrund zu Herzstolpern und Herzrasen
Extraschläge (Extrasystolen) und kurzes Herzrasen (Palpitationen) sind meist harmlos und kommen bei fast jedem gelegentlich vor – ausgelöst durch Stress, Koffein, Alkohol, Schlafmangel. Anhaltende Herzrhythmus-Störungen mit über 100 Schlägen/Min über längere Zeit (v.a. Vorhofflimmern) oder mit Bewusstseinsstörung sind aber ernst und erhöhen langfristig das Schlaganfall-Risiko. Kardiologische Abklärung mit EKG, ggf. Langzeit-EKG.
Welcher Arzt ist bei Herzstolpern und Herzrasen zuständig?
Erste EKG-Einschätzung
Wiederkehrend, mit Symptomen
Bei Bewusstlosigkeit oder Brustschmerz
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Häufige Fragen zu Herzstolpern und Herzrasen
›Sind Extraschläge gefährlich?
Vereinzelte Extraschläge sind in aller Regel harmlos, kommen bei fast allen Menschen gelegentlich vor. Sind sie sehr häufig (>10 % aller Schläge im Langzeit-EKG) oder treten in Salven auf, ist kardiologische Abklärung ratsam, um strukturelle Herzerkrankungen auszuschließen.
›Was ist Vorhofflimmern?
Die häufigste dauerhafte Herzrhythmus-Störung mit unregelmäßigem, oft schnellem Herzschlag. Betrifft etwa 2 % der Erwachsenen, ab 65 Jahren steigend. Symptome variabel (von symptomlos bis Herzrasen, Atemnot, Schwindel). Wichtig: erhöht das Schlaganfall-Risiko – ggf. Blutverdünner nötig. Diagnostik durch EKG und Langzeit-EKG.
›Wie fühlt sich Herzrasen an?
Palpitationen können als Klopfen, Rasen, Stolpern, „Salto" in der Brust oder im Hals wahrgenommen werden. Die subjektive Wahrnehmung sagt wenig über die Gefährlichkeit aus – deshalb bei wiederkehrenden Beschwerden EKG. Ein tragbares Puls-Messgerät (z. B. Smartwatch mit EKG-Funktion) kann helfen, den Moment einzufangen.
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Redaktioneller Hinweis
Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr unter 116 117 erreichbar.