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Fachrichtung

Logopäden in Deutschland finden

Diagnose und Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen

Was ist ein Logopäde?

Logopäden diagnostizieren und behandeln Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme und des Schluckens – bei Kindern wie Erwachsenen. Zu den häufigen Behandlungsanlässen zählen kindliche Sprachentwicklungsstörungen, Stottern, Stimmstörungen (z. B. bei Lehrern), Aphasie nach Schlaganfall und Schluckstörungen bei neurologischen Erkrankungen.

In Deutschland ist Logopädie eine dreijährige Berufsausbildung, zunehmend auch als Studium. Behandlungen erfolgen auf ärztliche Verordnung; die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in der Regel die Kosten. Erwachsene zahlen eine Rezeptgebühr von 10 % plus 10 € pro Verordnung.

Wann sollten Sie einen Logopäde aufsuchen?

  • Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern
  • Stottern und Poltern
  • Stimmstörungen (Heiserkeit, Räusperzwang, „berufsbedingt")
  • Aphasie nach Schlaganfall
  • Schluckstörungen (Dysphagie) bei Parkinson, ALS, Demenz
  • Sprachverständnis- und Wortfindungsprobleme

Häufige Fragen zu Logopäden

Wer verordnet Logopädie?

Meist der Hausarzt, Kinderarzt, HNO-Arzt oder Neurologe – je nach Indikation. Die Verordnung erfolgt als Heilmittel-Verordnung, ähnlich wie Physiotherapie.

Wann sollte mein Kind zur Logopädie?

Wenn Ihr Kind mit 3 Jahren weniger als 50 Wörter aktiv nutzt, keine Zweiwortsätze bildet, oder wenn ab 4 Jahren einzelne Laute (z. B. „S" als Lispeln, „K" oder „G") anhaltend fehlerhaft gebildet werden. Frühzeitige Intervention ist bei Sprachentwicklungsstörungen oft entscheidend.

Wie lange dauert eine Logopädie-Behandlung?

Eine Sitzung dauert meist 30–60 Minuten. Die Gesamttherapie erstreckt sich je nach Störungsbild über wenige Wochen bis zu mehreren Jahren (v. a. bei Aphasie oder komplexen Sprachentwicklungsstörungen).

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