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Symptom-Ratgeber

Tinnitus (Ohrgeräusche): Welcher Arzt ist zuständig?

Kurz-Antwort

Bei Tinnitus ist der HNO-Arzt der Facharzt. Ein akuter Tinnitus (v.a. mit Hörminderung) sollte innerhalb weniger Tage abgeklärt werden – als Zeichen eines möglichen Hörsturzes.

Notfall-Check – wann 112 wählen?

112 rufen: Nicht relevant.

116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst): Nicht typisch.

Akuter Tinnitus mit einseitiger Hörminderung: HNO-ärztliche Vorstellung innerhalb weniger Tage – Verdacht auf Hörsturz, der frühzeitig behandelt bessere Chancen hat.

Hintergrund zu Tinnitus (Ohrgeräusche)

Tinnitus ist die subjektive Wahrnehmung eines Ohrgeräuschs (Pfeifen, Rauschen, Brummen) ohne äußere Schallquelle. Etwa 10–15 % der Bevölkerung leiden zeitweise darunter, 3 % chronisch. Ursachen: Lärmschäden, altersbedingter Hörverlust, Hörsturz, Verspannungen, Kiefergelenks-Störung, Medikamente, seltener Hirntumore. Akuter Tinnitus (< 3 Monate) ist oft behandelbar – chronischer wird durch Habituation und Coping-Strategien handhabbar.

Welcher Arzt ist bei Tinnitus (Ohrgeräusche) zuständig?

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Häufige Fragen zu Tinnitus (Ohrgeräusche)

Ist Tinnitus heilbar?

Akuter Tinnitus (< 3 Monate) kann durch Behandlung der Ursache (Hörsturz-Therapie, Entlastung des Kiefers, Ende der Lärm-Belastung) verschwinden. Chronischer Tinnitus (> 6 Monate) ist meist nicht mehr rückgängig zu machen – aber durch Gewöhnung (Habituation), Tinnitus-Retraining und ggf. Hörgeräte deutlich in der Belastung reduzierbar.

Machen Kopfhörer Tinnitus?

Zu laute Musik über Kopfhörer schädigt die Haarzellen im Innenohr – dauerhaft. Faustregel: 60/60-Regel (max. 60 Minuten bei 60 % Lautstärke). Bei starkem Lärm (Konzerte, Baustelle) Gehörschutz nutzen.

Was ist ein Tinnitus-Retraining?

Kognitiv-verhaltenstherapeutisches Verfahren zur Umgewöhnung des Gehirns: Das Ohrgeräusch wird über Zeit als „nicht bedrohlich" gelernt, tritt in den Hintergrund und stört weniger. Kombiniert mit Beratung, Entspannungstechniken und ggf. Rausch-Generator. Kassenleistung, wird von spezialisierten HNO-Praxen und Kliniken angeboten.

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Redaktioneller Hinweis

Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr unter 116 117 erreichbar.