Zum Hauptinhalt springen
NavoriaDer klare Weg zum Arzt.
Symptom-Ratgeber

Angst und Panikattacken: Welcher Arzt ist zuständig?

Kurz-Antwort

Bei Angst- und Panikstörungen sind Psychiater (medikamentös) und Psychotherapeut (Verhaltenstherapie) die Fachärzte. Erste Anlaufstelle: Hausarzt zur Basis-Abklärung. Panikattacken sind sehr unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich.

Notfall-Check – wann 112 wählen?

112 rufen: Bei erster Panikattacke UND begleitendem starken Brustschmerz kann Herzinfarkt-Verdacht bestehen – im Zweifel 112. Die klinische Unterscheidung ist im Akutfall oft nur nach EKG möglich.

116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst): Nicht typisch – Panikattacke ist keine Notfall-Situation für 116 117.

Beruhigende Atem-Übungen (Ausatmen betont, langsam durch den Mund) helfen oft, die Attacke abzukürzen.

Hintergrund zu Angst und Panikattacken

Panikattacken sind akute Episoden intensiver Angst mit körperlichen Symptomen: Herzrasen, Atemnot, Schwitzen, Zittern, Todesangst. Sie dauern typischerweise 10–20 Minuten. Panikstörung heißt: wiederkehrende Attacken plus Angst vor der nächsten Attacke. Wichtig: Panikattacken sind subjektiv schlimm, aber körperlich nicht gefährlich. Die effektivste Behandlung ist Kognitive Verhaltenstherapie, oft ergänzt durch Medikamente (SSRI).

Welcher Arzt ist bei Angst und Panikattacken zuständig?

Hausärzte in Ihrer Nähe finden

Adresse, Telefon, Öffnungszeiten und Bewertungen aller Hausärzte in Deutschland.

Hausärzte finden

Häufige Fragen zu Angst und Panikattacken

Ist eine Panikattacke gefährlich?

Subjektiv fühlt sich eine Panikattacke wie ein lebensbedrohliches Ereignis an – körperlich ist sie es aber nicht. Die körperlichen Symptome (Herzrasen, Atemnot, Schwitzen) sind eine adrenerge Stressreaktion und verschwinden nach 10–20 Minuten spontan. Bei erster Attacke mit Brustschmerz sollte einmal EKG-mäßig abgeklärt werden.

Was hilft akut bei einer Panikattacke?

Bewusst langsam durch den Mund ausatmen (länger als einatmen), Blick auf konkreten Gegenstand fokussieren, sich einreden „Das ist Panik, das geht in 10 Minuten vorbei". Ein festes Ritual („Notfall-Anker") aus der Verhaltenstherapie hilft auf Dauer. Alkohol und Benzodiazepine sind KEINE Lösung.

Verhaltenstherapie oder Medikamente bei Angststörung?

Erste Wahl: Kognitive Verhaltenstherapie – wirkt nachhaltig ohne Nebenwirkungen, aber braucht Zeit. Bei starkem Leidensdruck werden zusätzlich SSRI (Antidepressiva) eingesetzt, die auch bei Angststörungen wirksam sind. Benzodiazepine sind nur bei akuten Krisen kurzzeitig indiziert (Abhängigkeits-Risiko).

Verwandte Symptome

Nutzer, die nach Angst und Panikattacken suchen, informieren sich häufig auch über:

Passende Fachrichtungen

Redaktioneller Hinweis

Dieser Ratgeber-Text ist redaktionell erstellt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details zu Datenquellen und Prüfprozessen finden Sie in unseren Redaktionellen Standards. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr unter 116 117 erreichbar.